Panchakarma Kur

Panchakarma-Kur

Panchakarma heißt “fünffache Reinigung”, was bedeutet, dass ihr Körper auf fünf möglichen Wegen gereinigt werden kann:
Einläufe: Vasti
Abführen: Virechana
Erbrechen: Vamana
Nase: Nasya
Aderlass: Rakta Moksha

Bei der Kur werden sowohl die wasserlöslichen, wie auch die fettlöslichen Schlacken aus dem Körper ausgeschieden. Die Panchakarma-Kur dient dazu, die aus dem Gleichgewicht gekommenen Doshas wieder in Balance zu bringen. Unter Dosha versteht man die drei Lebensenergien – Vata, Pitta, Kapha – die dem Menschen seine eigene Konstitution verleihen sowie fuer koerperliche und geistige Funktionen sorgen.

Die drei Doshas (aus Wikipedia)

Vata

Vata bildet den wichtigsten Bestandteil des Dosha-Gerüsts und ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im Körper, sowohl physische als auch psychische.
Vata unterstützt den Körperbau und das Gewebe und reguliert den Kreislauf. Als kosmische Verbindung steht es für den Wind und das Grundprinzip ist Veränderung. Die Elemente sind Äther und Luft und die Einflüsse Aktivität und Bewegung. Vata ist kalt.

Pitta

Pitta bedeutet “erhitzen” und besteht aus den Elementen Feuer und Wasser. Es ist für alle biochemischen Aktivitäten verantwortlich, inklusive der Erzeugung von Wärme. Pitta hat einen Bezug zur Sonne und das Grundprinzip ist die Umwandlung. Es beeinflusst den Stoffwechsel. Pitta ist heiß.

Kapha

Kapha besteht aus den Elementen Wasser und Erde, das Grundprinzip ist die Trägheit. Es steht für Stabilität, das Nährende, Fürsorgliche, Mütterliche und ist auf körperlicher Ebene für alles Feste wie Knochen, Zähne und Nägel zuständig. Kapha ist kühl.

Jeder Mensch wird danach mit einer ihm eigenen Konstitution (Prakriti), d.h. einer nur ihm eigenen Mischung der drei Doshas geboren. Diese wird durch die Konstitution der Eltern sowie durch den Zeitpunkt der Empfängnis und weiteren Faktoren bestimmt.

Die bei der Geburt festliegende Konstitution (Prakriti) stellt für die jeweilige Person die individuelle Norm eines ausgeglichenen Zustandes dar. Dabei kann durchaus eines der drei Doshas stark überwiegen, z.B. bei einer Vata-Konstitution. Erst wenn das Gleichgewicht der Doshas relativ zur Konstitution ins Ungleichgewicht gerät, was durch schlechte Angewohnheiten, falsche Ernährung, Überarbeitung usw. geschehen kann, entsteht ein unnatürlicher, potentiell krank machender Zustand (Vikriti), und wir werden anfällig.

Im Ayurveda wird daher gestrebt, den Zustand der Prakriti aufrecht zu erhalten. Im Falle einer Erkrankung wird die Krankheit im Ayurveda immer im Hinblick auf die Konstitution bzw. auf ein aus dem Gleichgewicht geratenes Dosha behandelt, und zwar so, dass der Zustand des individuellen Gleichgewichts wieder hergestellt wird.